Doc Google-nicht immer der beste Freund
Wir alle kennen das - man hat ein Symptom und das erste was einem einfällt ist das Internet zu fragen was das sein könnte.
Ungefähr 20 Minuten später fängt man in der Regel an Dinge wie "Patientenverfügung", "Testamentserstellung" und "Beerdigungsversicherung" zu googlen.
Aus jedem hartnäckigen Schnupfen wird nämlich sehr schnell Leukämie oder AIDS oder die Beulenpest! Das Internet ist da sehr kreativ.
Das läuft dann ungefähr so ab:
Eingabe: rote, juckende Stelle am Arm
Antwort: Masern, Hautkrebs, Beulenpest
Also schaut man Bilder an.
Masern? Nein, sieht anders aus.
Hautkrebs? Hmmm... könnte sein...
Beulenpest? Unwahrscheinlich...aber vielleicht doch...irgendwie fühlt ich mich im ganzen schon nicht so gut....ist das ein Lymphknoten in der Achsel?
Und so wird aus einem eingewachsenen Haar eine vernichtende Seuche.
Da kann eine Nacht schon lang werden bevor der Hausarzt morgens aufmacht!
Noch schlimmer ist es. wenn man wirklich eine Diagnose hat und sich dann "schlaumachen" will.
Natürlich ist es verständlich, dass man nachliest, wenn man selbst oder einer seiner Lieben eine Diagnose bekommt und man nicht so recht weiß, was das bedeutet oder gar nicht erst versteht was da im Arztbrief steht.
Doch bitte bedenken Sie, dass es wichtig ist die guten von den schlechten Informationen zu trennen. Das www bietet uns unbegrenzten Spielraum für Kontakte und manchmal ist es schwer zu erkennen, wer wirklich Ahnung hat.
Viele Informationen, die man googlen kann sind wirklich gut und hilfreich, aber leider gibt es auch viel Fehlinformation oder gefährliche Tipps und Produkte, die viel versprechen, aber bestenfalls nichts bringen.
Schlimmstenfalls sind sie schädlich. Früher konnte man die Scharlatane an ihrer Art, ihrem Kostüm oder ihrem Auftreten erkennen. Heute haben sie schicke Webseiten und coole Videos.
Natürlich wissen wir alle ganz genau, dass man nicht mit drei Gummibärchen am Abend 20 Kilo in 2 Wochen abnimmt, aber viele mutmaßliche Spezialisten sind in Wirklichkeit nur Marketingexperten auf der Suche nach einem schnellen Verdienst.
Wenn Sie sich informieren möchten, wenden Sie sich immer an die Profis!
Selbsthilfegruppe, Medizinische Institute und Webseiten von Krankenhäusern liefern oft Hinweise wo man gute Informationen erhalten kann. Auch Literatur aus dem Buchhandel ist meist besser als irgendeine Webseite, von der man nicht weiß wer dahinter steht.
Lassen Sie sich nicht verrückt machen und nutzen Sie ihre Zeit und Kraft lieber für Dinge die Ihnen wichtig sind und gut tun.
Und wenn Sie sich gerne beraten lassen möchten, wo und wie Sie zuverlässige Informationen finden, rufen oder mailen Sie uns an.
Wir helfen Ihnen gerne gute von schlechten Informationen zu trennen, Dinge zu recherchieren oder Ihre Diagnose zu verstehen und den besten Weg für Sie zu finden damit umzugehen.
Unter www.tybs-patientenberatung.de finden Sie alle weiteren Informationen zu uns und unserem Angebot. Wir freuen uns Ihnen helfen zu dürfen.
